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„Wir wollen die Energiewende im Landkreis voranbringen“

„Wir wollen die Energiewende im Landkreis voranbringen“

Interview mit dem Geschäftsführer Andreas Weigand

 

Was ist die Klima- und Energieagentur und welche Aufgaben hat sie?

Die Energieagentur KLIMA³ ist ein gemeinnütziges Gemeinschaftsunternehmen der drei Landkreise Fürstenfeldbruck, Starnberg und Landsberg am Lech. Gegründet wurde KLIMA³ im Herbst 2022 nach Beschluss durch die jeweiligen Kreistage. Zu unseren Kernaufgaben gehört die Beratung rund um die Themen Energiewende und Klimaschutz. Dabei sind wir nicht nur Ansprechpartner für Privathaushalte, sondern unterstützen die Kommunen bei der Umsetzung ihrer Energie- und Wärmewendeprojekten. Hier liegt der Fokus derzeit vor allem auf der kommunalen Wärmeplanung, zu der die Kommunen und Städte durch das Wärmeplanungsgesetz verpflichtet sind. Perspektivisch wird auch die Begleitung von Unternehmen bei Effizienz- und Energieeinsparmaßnahmen zu unseren Aufgaben gehören. Der Grundgedanke dabei ist, Kräfte im Landkreis zu bündeln und Aufgaben, die bislang an mehreren Stellen bearbeitet wurden, durch die Energieagentur abzuwickeln. Letztlich werden wir alle gemessen an gebauten Windrädern und Solaranlagen, eingebauten Wärmepumpen, umgesetzten Wärmenetzen und sanierten Gebäuden. Als Agentur wollen wir Projekte auf den Weg bringen und begleiten. Wir sprechen mit vielen engagierten Menschen. Die wollen wir mit den Machern zusammenbringen, um endlich in die Umsetzung zu kommen.

 

Viele Menschen sind angesichts steigernder Energiekosten und der Diskussion um das sogenannte Heizungsgesetz verunsichert. Was raten Sie den Leuten?

 

Das Gebäudeenergiegesetz sieht den schrittweisen Umbau der Wärmeversorgung vor – weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energieträgern. Dieser Schritt ist unumgänglich, um das Ziel „Klimaneutralität 2024“ zu erreichen. Denn der Wärmesektor ist einer der größten Verursacher von CO2 Emissionen. Aber es muss niemand in Panik verfallen, denn der Gesetzgeber hat Übergangsfristen gesetzt und bietet für viele Maßnahmen Förderprogramme an. Einen ersten Überblick finden Interessierte z.B. auch auf unserer Homepage www.klimahochdrei.bayern/buergerinnen. Um eine individuelle Einschätzung zu bekommen, ob und was mit der Heizung passieren muss, wo Sanierungsbedarf herrscht oder welche Fördermittel es gibt, empfiehlt es sich, einen Termin bei der Energieberatung unter der Telefonnummer 08193 31239-11 zu vereinbaren. Die Beratung, die wir in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Energieberatung anbieten, ist für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Auch sogenannte Vor-Ort-Checks können hier vereinbart werden. Aufgrund der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fällt lediglich ein Eigenanteil von 30 Euro an.

 

Windkraft, Solaranlagen, Geothermie - Was hat Ihrer Meinung nach das größte Potential in der Region?

 

Zur Erreichung der europäischen, deutschen und bayerischen Klimaschutzziele brauchen wir einen beherzten Ausbau der Windkraft und der Photovoltaik gleichzeitig. Wir schauen uns derzeit die Zahlen an und wollen ein Zielbild für die Landkreise entwickeln. Aber hier bestehen große Abhängigkeiten zwischen den Sektoren. Beispielsweise senkt eine Geothermieanlage den Anteil der Wärmepumpen und damit die dafür benötigte Erzeugungsleistung. Darüber hinaus brauchen wir Speicher, beispielsweise durch bidirektional ladefähige Elektroautos. Auch hier sind wir im Austausch mit Forschungseinrichtungen, dem Planungsverband und vielen weiteren Partnern. Allerdings drängt die Zeit, wir müssen miteinander an der Energie- und Wärmewende arbeiten und schnell handeln. Projekte sollten aus meiner Sicht regional und fair sein. Ich wünsche mir, dass wir in den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Landsberg schnell einen gemeinsamen Plan haben, denn je genauer wir wissen, wo wir hinwollen, desto besser können wir den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben, Netzausbau forcieren und Sanierung bzw. Energieeinsparmaßnahmen anstoßen.

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