Albrecht Huber

Albrecht Huber

Was hab‘ ich mich mit Albrecht Huber (63) schon gezofft! Sogar im Radio war live zu hören, wie wir aneinandergeraten sind. Damals war der Maisacher Recycling-Unternehmer noch als Fußballpräsident eines stets für Schlagzeilen sorgenden Vereins – als damalige Nummer eins in der Region quasi der FC Bayern im Landkreis – in aller Munde. Der Rausschmiss einer Trainergröße hatte uns anno 2003 auf die jeweils eigene Palme gebracht. An einem regnerischen Samstagnachmittag, an dem wir eigentlich auf dem Fußballplatz stehen sollten, feuerten wir am Studiomikrophon des damals noch als Radio FFB firmierenden Lokalsenders eine verbale Steilvorlage nach der anderen ab, die vom jeweiligen Gegenüber bitterböse gekontert wurde. Huber als Paroli bietender Funktionär (der die Kündigung verteidigte), ich als attackierender Lokalsport-Redakteur (der die Entlassung nicht nachvollziehen konnte). Zwischendrin als Schiedsrichter fungierte der noch heute bei Radio Top-FM moderierende Olchinger Thomas Stupica. Normalerweise würde man nach derart öffentlich geführten Tiraden ein Leben lang kein Wort mehr miteinander reden. Das Wunderbare an diesem Streit bestätigt aber eine alte Gepflogenheit in der Sportlerfamilie: Wenn sich der Rauch verzogen hat, trink‘ ma eine Halbe miteinand‘. Oder einen Ouzo, wie vier Jahre später unter (schon wieder) griechischer Sonne, als ich die Mannschaft ins Frühjahrs-Trainingslager nach Chalkidiki medial begleitet und mit dem Präsidenten die Friedenspfeife geraucht habe. Weshalb der aktuelle Rottbacher Golfclub-Präsident und der pensionierte Schreiberling mittlerweile wieder bestens miteinander auskommen, auch wenn sie mal nicht einer Meinung sind.

Alexander Tauscher

Alexander Tauscher

Margit Quell

Margit Quell