Wunderlichtvollwarme Winterzeit

Wunderlichtvollwarme Winterzeit

 Text: Petra Neumaier

 

Bange machen gilt nicht – war schon zu Kinderzeiten die Devise und weil stets „heißer gekocht als gegessen“ wird, blicken wir, das GUSTL-Team, auch absolut zuversichtlich auf den kommenden Winter. Und selbst wenn das eine oder andere prognostizierte eintreffen sollte: Alles geht vorbei und meist sogar schneller, als vermutet. Also kein Grund den Winterblues zu blasen und wenn er sich doch nicht vermeiden lässt, helfen vielleicht unsere Top-Eleven persönlicher und getesteter Tipps. Damit wir uns alle im Frühling gesund und munter wiedersehen.

 

1.      Die nächste Reise planen (und vielleicht auch schon buchen?)

Wo soll es 2023 hin gehen? Italien, Malediven, USA? Es muss nicht Hawaii sein, aber warum nicht? Von schönen Urlaubszielen träumen ist nicht verboten. Also Atlas raus, den Globus gedreht oder im Internet gegoogelt. Es gibt noch so viel zu entdecken – und die Vorfreude ist sowieso die schönste Freude!

 

2.      Die schönsten Momente 2022. Ach ja, war das großartig! seufzt das Herz beim Durchscrollen der Fotos. Egal ob dann klassisch ins gute alte Fotoalbum geklebt oder digital ausgedruckt und als Buch gebunden: Richtig warm wird es einem, wenn man durch die fotografierten Erinnerungen blättert. Und vor allem sind die Seiten ein sichtbarer Beweis dafür, dass das abgelaufene Jahr weit besser war und man viel mehr unternommen hat, als man es sich vielleicht gerade eben noch dachte.

 

3.      Es werde Licht! Dauermüde? Schlecht gelaunt? Ganz normal in dieser Jahreszeit. Denn verantwortlich dafür ist das Hormon Melatonin – genau das, das bei Dunkelheit ausgeschüttet wird und uns gut schlafen lässt. Nur doof, dass es unser Organismus eben im Winter viel früher und länger produziert und außerdem auch noch unser schönes Glückhormon Serotonin verbraucht. Grrrr – und da soll man nicht grantig werden! Am einfachsten wäre es, wir würden im Winter wie unsere Vorfahren früher und länger schlafen. Das geht aber allenfalls nur noch am Wochenende. Bei stärkeren Winterdepressionen können spezielle „Lichttherapie-Lampen“ lindernd wirken. Bei leichten Verstimmungen hilft kostengünstiger ganz einfach: frische Luft. Denn selbst an trüben Tagen im Winter stahlt das Licht mit 2500 Lux – eine Glühbirne schafft gerade mal 500 Lux. Und damit kommen wir zu Top 4:

 

4.      Rausgehen – egal ob es regnet oder schneit! Hundebesitzer müssen das ja auch und es ist noch keiner dran gestorben. Im Gegenteil. Die frische Luft ist Balsam für die Seele, reinigt die verstaubten Bronchien und stärkt das Immunsystem. Warm eingepackt, mit einer dicken Decke und einer Thermoskanne heißem Tee kann man sich sogar bei eisigen Temperaturen gemütlich auf eine Bank setzen und der Natur lauschen.

 

5.      Candle-light-Kuscheln: Fernseher aus, CD in den Player, in eine Decke einkuscheln, Tee oder einen Punsch trinken (Rezepte ab Seite 14) – und Kerzen anzünden! Egal ob Teelichter in schlichten Wasser- oder Weingläsern oder Stumpenkerzen, ob Kerzen mit oder ohne Duft: romantischer und stimmungsvoller kann ein Winterabend nicht sein. Da braucht es noch nicht mal ein knisterndes Kaminfeuer oder einen bullernden Ofen (wer einen hat, darf sich natürlich trotzdem glücklich schätzen). Aber nicht vergessen: die Kerzen beim Verlassen des Raums ausmachen und zwischendurch mal kurz lüften, damit frischer Sauerstoff ins Zimmer kommt.

 

6.      Öfter ins Restaurant / in die Wirtschaft gehen. Das freut auch unsere, in den vergangenen Jahren arg gebeutelten Gastwirte. Wobei die Betonung für uns hier auf dem Wort „gehen“ liegt – wenn möglich. Bewegung und frische Luft nach dem ausgiebigen Mahl hat noch niemandem geschadet. Schlafen lässt es sich hinterher außerdem viel besser. Und nachts ist die Welt sowieso noch in Ordnung: friedvoll und zauberhaft. Das ist Wellness für Körper und Seele.

 

7.      Gemeinsame Spieleabende. Durch Corona sind viele erst wieder auf den Geschmack gekommen, wie gesellig so ein Spieleabend in der Familie sein kann. Jetzt dürfen endlich wieder alle kommen. Dabei müssen es keine Spiele sein, die sich über mehrere Tage hinwegziehen und für die man erst einmal eine 300 Seiten lange Anleitung studieren muss. Weniger ist mehr, wie zum Beispiel das derzeitige Trendspiel: „Zwei Wahrheiten und eine Lüge“: Jeder Gast denkt sich zwei wahre Aussagen sowie eine Lüge über sich selbst aus. Dann werden diese den anderen erzählt und es muss erraten werden, welche Aussagen wahr und welche unwahr sind. Da wird der Abend garantiert nicht langweilig.

 

8.      Eisbaden. Gut, nicht jedermanns Sache und wirklich s..kalt. Aber einmal in den See kurz eingetaucht und der Körper stellt seine eigene Heizung an. Herrlich das Kribbeln auf der Haut und noch besser, gleich danach in Wärmflaschen-vorgewärmte Kleidung zu schlüpfen. Das belebt und stärkt die Abwehrkräfte – und man friert tatsächlich viel weniger!

 

9.      Wellness-Abend zu Hause. Wie wäre es mit einem heißen Fußbad? Oder einer entspannenden Feuchtigkeitsmaske? Oder einer nährenden Handpackung? Dick eingepackt oder der Kälte ausgesetzt ist unsere Körper immer dankbar, ein wenig verwöhnt zu werden. Ansteigende Fußbäder sind übrigens bei beginnenden Erkältungen eine Wohltat.

 

10.  Bewegt glotzen. Der Wille war da, aber schon bei der ersten Werbepause beginnt das große Frösteln. Decke her, noch eine Decke. Oh Mann! Vielleicht doch die Heizung aufdrehen! Stopp: Wie wäre es mit einer Alternative? Zum Beispiel, das verstaubte Trimmrad vom Dachboden oder aus dem Keller holen und strampeln. Wärmt garantiert schon nach wenigen Minuten, ist gut für die Fitness und Chips und Bier werden gleich ein bisschen verbrannt. Gern auch in Kombination oder nur mit Dehn- und Kraftübungen auf dem Boden. Man sitzt ja eh viel zu viel!

 

11.  Hallo Nachbar. Einfach mal vorbeischauen und nicht nur, weil es die Nachbarn vielleicht wegen des Kachelofens wärmer in der Stube haben. Im Winter begegnet man sich ja oft wochenlang nicht. Darum ruhig mal klingeln. Ein Stück selbstgebackenen Kuchen? Ein Gruß aus der Küche? Wer kann da schon Nein sagen. Kleine Aufmerksamkeiten erhalten nicht nur die Freundschaft, sie boostern auch die Gemeinschaft und signalisieren: Du bist nicht allein.

 

 

 

 

 

 

 

 Florian Eckl

Florian Eckl

 Frank T. Zumbach

Frank T. Zumbach