Mein Schreibtisch

Mein Schreibtisch

Frederik Röder steht seit 2002 als Bürgermeister an seinem Schreibtisch. Ja, er steht. Weil er nicht so viel sitzen mag. Und deshalb hat sogar ein Gemeinderat den hochfahrbaren Arbeitsplatz maßgeschreinert – mit Gemeindewappen! In der dritten Amtsperiode ist Frederik Röder nun schon, 2020 ist aber Schluss, sagt er. Mit seinen 65 Jahren dürfte er zwar schon, aber man solle aufhören, wenn’s am schönsten ist. Und schön hat es der Bürgermeister in Alling: Orte und Landschaften wie aus dem Bilderbuch, ein kleines, aber feines Gewerbegebiet, das für einen soliden Haushalt sorgt, und nette Bürger. Die auch kulant zu sein scheinen: Nicht nur, dass sie den gestochen Hochdeutsch sprechenden, Nordrhein-Westfalen zum Gemeindeoberhaupt wählten. Er war auch viele Jahre lang erster Vorsitzender des Sportvereins TSV-Alling – obwohl er gar keinen Sport treibt. Es zählen halt andere Qualitäten und zu denen gehören ganz sicherlich sein Humor und seine Herzlichkeit.  

 

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Den „Herrn Müller-Lüdenscheidt“ – oder wen auch immer die Büste von Loriot darstellt, hat Frederik Röder vor etwa zehn Jahren gekauft. Weil sie ihm ähnelt – natürlich nicht optisch! Vielmehr drückt sie seinen Charakter aus: „Erst gründlich nachdenken, dann handeln.“

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Noch ein „Erinner-mich“: Das Bild hatte Frederik Röder bereits in seinem früheren Berufsleben in der Finanz- und Versicherungsbranche: „Nichts auf die lange Bank schieben“, sagt ihm das „Fünf-vor-Zwölf“ und die Schwäne, bei aller Arbeit nicht die Gefühle zu vergessen.

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Von seiner Frau bekam er die hohe Statue: Auf einer Säule halten sich vier Personen an den Händen fest, um nicht hinunterzufallen. „Ein Symbol, dass wir Hand in Hand und nur gemeinsam stehen bleiben.“

 

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„Ein kleiner grüner Kaktus steht beim Röder auf der Bank – Holleri ...“ Das Wüstengewächs bekam der Bürgermeister nach einem Konzert des Gesangsvereins. Und obwohl er sich beim Gießen schon oft gestochen hat, hält er es in Ehren. Nur wachsen will der Kaktus nicht. „Zu wenig Erde“, vermutet er, traut sich aber nicht ihn umzutopfen.

 

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Ein Stein. Hübsch bemalt mit einem silbernen „Viel Glück“. Hat ihm vergangenes Jahr eine Schülerin mitgebracht, die – wie alle Viertklässler der Allinger Grundschule – den Bürgermeister besuchte. Direkt unter seinem Bildschirm liegt das Geschenk, über das sich Frederik Röder jeden Tag freut.

 

Immer eine Lösung

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Läuten bis das Unheil flieht

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