Im Garten Eden

Im Garten Eden

Zauberhaft! Paradiesisch! Andere Worte fallen beim Anblick des Gartens von Theresia Schmid nicht ein. Alles, vom kleinsten Blumentopf bis hin zum Schwimmteich, ist perfekt. Nicht zu viel, nicht zu wenig, kuschelig, gemütlich, herrlich bunt und duftend. Hier lädt ein Bett unter dem schattigen Baum zum Lesen ein, dort Tisch und Bank zum Kaffeetrinken, während auf dem Teich schläfrig ein Ruderboot schaukelt. GUSTL durfte eintreten in einen der schönsten Gärten des Landkreises.

 

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Prack ist ein Kleinod unter den idyllischen Orten des Landkreises. Ein Weiler, gute zehn Kilometer nördlich von Maisach entfernt und gerade noch im Landkreis Fürstenfeldbruck. Eine kleine Kapelle und kaum zehn Häuser stehen hier mit wunderschön gepflegten und fantasievollen Gärten. Seine Bewohner lassen sich zählen. Etwas mehr als 20 sind es, die alle irgendwie miteinander verwandt sind. Dazu kommen viel mehr Tiere: Pferde, Esel, Hühner, Gänse, Hunde, Katzen. Auch ein Wildschwein lebte hier: per Hand aufgezogen und 16 Jahre lang. Erst im vergangenen Herbst ist es gestorben.

 

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Theresia Schmid ist in Prack auf dem elterlichen Hof aufgewachsen. Mit 24 Jahren baute sie mit ihrem Mann ihr hübsches Haus mit den grünen Fensterklappläden. Hier ist die Friseurmeisterin und Kosmetikerin auch beruflich tätig. Und woanders zu leben könnte sie sich niemals vorstellen. Das wundert nicht. Denn allein schon die Lage des Weilers in dem hübschen Tal, umrandet von Wäldern und Wiesen, ist herrlich.

 

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Frei ist der Blick von ihrem Haus auf die hohen Tannen des Waldes – im Sommer blühen davor die bunten Blumenwiesen. Der gut 1800 Quadratmeter große Garten ist eine Fortsetzung der natürlichen Idylle. Unzählig sind die Blumeninseln, die Sträucher, Stauden und Rosen, deren Sortenvielfalt Theresia Schmid noch nie gezählt hat. „So ein Garten wächst über die Jahre“, sagt sie und lacht herzlich.

 

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Ihren Beruf liebt sie sehr, ihr Garten ist ihr Leben. Jede freie Minute verbringt Theresia Schmid  hier und das nicht nur zum Arbeiten. Sie schüttelt den Kopf. Arbeit, sagt sie, macht ihr Garten nur im Herbst – oder nach einem Sturm, wie im Februar. Zwar muss natürlich hier und da mal ein Kraut gerupft oder eine Blüte abgezwickt werden. Trotzdem überwiegt die Zeit des Ausruhens und Genießens.  

 

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Theresia Schmid, die im Winter so oft wie möglich auf den Skiern die Berge hinabfährt, braucht das ganze Jahr über sonst keinen Urlaub. Der Grund steht auf dem Schild am Gartentor: „Dieser Garten ist mein und trägt dazu bei, glücklich zu sein.“






Fotos: Corinna Eichberger-Renneisen, Text: Petra Neumaier

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